17. Mai 2013

Was mich umtreibt?

Das hier:
 Die erste Kette auf meinem Webstuhl.
 Die ersten gewebten Fäden
 Einblick in das Fach. Blick auf die Litzen.
So soll das Muster mal mit schönem Garn aussehen, das sind nur die Probefäden.

Das Aufziehen der Kette auf den Webstuhl ist wohl das, was am längsten dauert.
Mich hat es Nerven gekostet, da der Kettfaden fast die gleiche Farbe hat wie die Litzen. Es kostet eine Menge Konzentration, schlappe 480 Fäden in der richtigen Reihenfolge durch die Litzenaugen einzuziehen.
Glücklicherweise ist mir Sabine über den Weg gelaufen, die mich an die Hand genommen hat um mir bei den ersten Gehversuchem am Webstuhl zu helfen.
Auch an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank für deine Geduld und Hilfe.

Wenn es dann irgendwann fertig ist, werden es hoffentlich schöne Geschirrtücher sein.

Ihr fragt euch jetzt sicher, warum ich mir das auch noch auflade?
Weben hat mich schon sehr lange interessiert. Vor etwa einem Jahr ist mir dann mein Webstuhl "über den Weg gelaufen" und stand nun aufgebaut unter dem Dach.
Ich hatte beschlossen, darauf zu warten, dass mir jemand über den Weg läuft, der mir bei den ersten Malen helfen kann. Dann kam Sabine. Es ist schön zu beobachten, dass manchmal einfach alles irgendwie von allein zu laufen scheint. Man muss nur Geduld haben.
Sicher kann man alles, was man am Webstuhl macht auch kaufen. Aber es ist einfach schön, zu sehen wie ein Gewebe entsteht. Fest steht, dass ich ganz sicher in den nächsten Jahren nicht in Massenproduktion gehen werde, aber hin und wieder wird es nun auch was Gewebtes geben.

Ich bin dann mal wieder auf Tauchstation.

Liebe Grüße
Sara

21. April 2013

Gemixt

Ich hatte einige ungeliebte Merino-Stränge hier liegen, 
die ich mal vor gefühlten hundert Jahren zum Filzen erstanden habe.
Filzen liegt mir nicht, also liegt das Zeug hier rum.
Nun bin ich ja ans Spinnen gekommen, aber Merino ist nicht so meine Lieblingsfaser,
 also liegt das Zeug immer noch hier rum.
Neulich während einer Um- und Aufräumattacke kam mir ganz plötzlich die Idee, 
dass ich diese Fasern ja in Kombination bringen kann.
Immerhin bin ich in Besitz eines Rudi Raffzahns - dem (älteren) Kardiertier.
Am Freitag, als meine Freundin mir den Rudi dann zurück brachte, 
habe ich fünf verschiedene Farben gemischt.
gelb
orange
grün
pink
lila
Noch ein wenig gelbe Seide dazu und ab ans Spinnrad.
Ich habe keine Ruhe gegeben, bis die Fasern dieser Farbe zum größten Teil weggerafft waren.
Daraus entstanden ist, mit einem gelben Baumwollfaden zwerzwirnt, das hier:


Das hat was von unauffälligem Effektgarn, 
ist spannend zu spinnen gewesen, 
weil ich nicht wusste,
 was dabei herauskommt und obendrein wird es noch spannender, 
weil ich nicht weiß, wie es verstrickt aussieht.
Aber gefallen tuts mir schon - nur tragen werden es wohl die Kinder.
Ich bin gespannt, welche es mir zuerst aus der Hand reißt, wenn es abgenadelt ist.
Allerdings muss mir dafür noch das richtige Strickmuster über den Weg laufen.

Lg
Sara

17. April 2013

Herdentiere

...müssen zusammen bleiben.
So auch meine Spindeln.
Viele sind es ja nicht, aber ich mag sie gern ansehen.
Vor einiger Zeit habe ich ein paar sehr alte Schubladen geschenkt bekommen, die auf einen dekorativen Einsatz warteten, nachdem sie jahrelang in einem dunklen Loch vor sich hin gegammelt gelegen haben ohne zu einem Schrank zu gehören.
Wir haben sie gesäubert, eine habe ich weiß gestrichen 
(sah echt doof aus, deswegen ist es bei einer geblieben) 
und dann grüne Tapete auf den Ladenboden geklebt.
Anschließend hat sie  an der Zugseite innen ein paar Haken bekommen, 
an die ich die Spindeln mittels Schmuckdraht  eingehängt habe.

♥♥♥

Ich habe da noch mindestens eine Schublade dieser Größe, ich sollte darüber nachdenken, ob ich noch Spindeln benötige ♥.

Liebe Grüße
 Sara

7. März 2013

Aufgeräumt

Heute habe ich die Gunst der Stunde genutzt und in meinem Blog entrümpelt, entstaubt und neu gestapelt.
Ein paar Einträge sind nicht mehr zu finden, da sie bedeutungslos geworden sind, die Labels habe ich alle geändert - das war vielleicht ein Akt, das geht mit der neuen Oberfläche nämlich nicht mehr so leicht wie mit der alten. Dafür könnt ihr nun, wenn ihr etwas sucht einfach die Schlagworte anklicken und ihr bekommt alle Post gezeigt, die darauf zutreffen. Die Unterteilung in Genäht, gestrickt, gesponnen etc... habe ich rausgenommen, da ich das ohnehin nicht gut gepflegt habe. Ich werde mir nun Mühe geben, meine Labels immer ordnungsgemäß zu vergeben... obs klappt? Wir werden sehen...
Liebe Grüße
Sara

5. März 2013

Pause genutzt

Im Januar habe ich angefangen das Harmony of Stripes von Birgit Freyer zu stricken.
Insgesamt ist es ein Traumtuch, etwas zu lang und wahrscheinlich wäre es auch zu breit geworden, wenn ich nicht ein paar Reihen weggelassen hätte.


Dann ist ein Kleid für mich entstanden. Den Inspiration kam durch ein Kaufkleid von Moshiki, der Schnitt ist Svea von Farbenmix, die Fransenblumen eine alte Stickdatei und die gelben Fäden von Hand (!) aufgestickt.

Ein sehr bequemes Nicky - Kleid, an dessen Sitz ich noch ein wenig feilen muss und die Länge könnte auch ein wenig mehr sein.


Für das dritte Kind ist ein Eulenkleid entstanden, von dem gibt es in einer anderen Variation noch eins in diesem Haus, nur ist das Kind dazu incl. dem Kleid momentan flügge...
Grundschnitt ist Antonia, ebenfalls von Farbenmix - entsprechend verlängert.


Und das Jüngste hat sich eine Kuscheljacke gewünscht. Schrecklicher Plastik-Stoff, der sich noch schrecklicher zuschneiden ließ, zwei Overlocknadeln hat es geschrottet und trotzdem ist sie fertig geworden. Die Kaputze ist aus Kuschelirgendwas (auf jeden Fall Baumwolle) und gefüttert habe ich mit Baumwolljersey.


Die Knopflösung ist aus der Not entstanden, Schlaufen aus Webband - Knopflöcher wollte der Stoff nicht bekommen, er hat sich strickt geweigert, egal, welchen Trick ich versucht habe anzuwenden.



Das Kind ist glücklich! Ich auch - das der Stoff endlich weg ist und ich mich anderen Dingen widmen kann. Wichtigen Dingen! Gleich morgen! Vorher muss ich mal die Flusen wegsaugen, die der schreckliche Stoff versprüht hat - wirklich jetzt, er sprüht, sobald man mit der Schere dran kommt.
Edit: Zu meiner Verteidigung möchte ich sagen, dass ich den Stoff nicht freiwillig gekauft habe, der war bei irgendeinem Paket dabei, und man hätte ihn nicht separat zurückschicken können.
Liebe Grüße
Sara

28. Februar 2013

Änderungen

Aus spamtechnischen Gründen habe ich die Sicherheitsabfrage vorerst wieder eingeschaltet.
An Werbetexten in Kauderwelschdeutsch und sinnlosem Englisch habe ich kein Interesse.
Liebe Grüße
Sara

14. Februar 2013

Alles schläft



Die Natur hat sich kurz vor dem Frühling auch hier nochmal zur Ruhe entschieden und hat sich mit der weißen Decke zugedeckt. Alles ist friedlich, die Geräusche gedämpft. Das Licht heller als an den schmuddeligen Tagen der vergangenen Wochen und die Morgende wie auch die Abende sind wieder heller. Man hört die ersten Vögel zwitschern und spürt das Knistern in der Luft so kurz vor dem Frühlingsausbruch. 
Alles steht in den Startlöchern und doch genießt die Natur noch die Ruhe.
Auch ich habe mir ein wenig Ruhe gegönnt. Die Zeit läuft nicht langsamer aber ich nehme mir mehr Zeit. Zeit zum Nichtstun. Zeit zum ausruhen. Zeit zum zur Ruhe kommen. Auch diesen Winter ist es mir nicht gelungen, die Termine einzuschränken, was einfach auch an der Menge der Leute liegt, die hier so ihre Termine haben. Langsam kommt Licht in den Terminwald und so werde ich hoffentlich noch ein wenig ruhen können. Neue Kraft und auch neue Ideen und neue Lust werden sicher mit den Sonnenstrahlen des Frühlings auch hier wieder Einzug halten. Bis dahin pausiert SaNeSchnitt weiterhin. Zwischendurch werde ich in unregelmäßigen Abständen Lebenszeichen geben.
Genießt den Winter, solange er noch da ist, im Sommer werden wir uns wieder nach den kühleren Temperaturen sehen!
Liebe Grüße
Sara

19. Januar 2013

Hausordnung

Auf meinem Tripp am letzten Wochenende habe ich in einem niedlichen Haus eine sehr einfache Hausordnung gefunden.
Nun habe ich mir ein bißchen Mühe gemacht, sie für uns zu designen und demnächst wird sie einen festen Platz an unserer Wand bekommen.
 Vier einfache Regeln, die jeder befolgen kann.

16. Dezember 2012

Kleinigkeiten

Kleinigkeiten verleiten mich dazu, immer wieder was Neues anzufangen und wenn mir dann was spannenderes, oder etwas vermeintlich wichtigeres in den Sinn kommt, fange ich wieder was an. Mitunter kann es dann vorkommen, dass ich drei bis vier Projekte auf den Nadeln habe und das Gefühl nicht los werde, nix wirklich fertig zu bringen. 
Wie kann das nur?
Aktuell auf den Nadeln habe ich
Socken
Fingerhandschuhe
Stulpen für das vierte Kind
und vor dem Wochenende abgestrickt habe ich das hier:
Mutter/Vater-Kind-Händwärmer
oder ein Handwärmer
 für große Händchenhalter.
Was gibt es schöneres als sich  nicht gegenseitig die Handschuhe auszuziehen, 
sondern sich gegenseitig zu wärmen und den gleichen Handschuh zu tragen?
Bei den Temperaturen vergangener Tage war das echt nötig! 
Immerhin ist ein Teil fertig geworden.
Die nächsten Nächte stehen schon vor der Tür - ich hoffe, 
das Haus ist nicht gar so voll, 
dass ich wenigstens noch etwas geschafft bekomme.
Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche!
Lg
Sara

8. Dezember 2012

Verpeilt

Eigentlich wollte ich euch gestern ja meinen FrageFotoFreitag präsentieren, nur leider überfiel mich akute Übelkeit gefolgt von der Unfähigkeit zu denken,
 nur der Würfelhusten ist mir glücklicherweise erspart geblieben,
 also musste ich das Posting auf heute verschieben. 
Aber weil heute Samstag ist und nicht Freitag, gibt es keine Fragen, sondern nur Bilder.
Dafür aber Bilder von zwei neuen, selbstgemachten Dingen.


In meinen letzten Nächten habe ich es geschafft, mein neues Landlusttuch aus dieser

eigens gefärbten Wolle zu stricken, nachdem ich sie zu diesem 
schönen Wollstrang versponnen habe.
Immer wieder interessant finde ich die Wandlung von gefärbter Wolle zur versponnenen 
und hinterher zum Verstrickten.
Dann ist in den letzten Tagen auch noch ein neuer Rock von meinem Tisch gesprungen.
Das Schnittmuster ist mein Eigenes und bedarf noch ein paar Änderungen.
Trotzdem möchte ich es euch heute schon mal ein wenig im Detail zeigen.
Die Länge und Linienführung kann man am Besten hier sehen:

Kniebedeckend - weil ich das so mag und recht grade geschnitten.
Von hinten sieht er so aus: 
 
eine Passe und aufgesetzte Taschen.
Hinten habe ich ein nicht vorgesehenes Godet eingenäht für mehr Beinfreiheit, 
der Probeschnitt hatte mir zu wenig davon.
Im fertigen Schnitt soll es nicht vorhanden sein,
sondern die Gehweite ohne Godet in den einzelnen Schnittteilen eingearbeitet.
Trotzdem gefällt es mir bei diesem Rock sehr gut.
Gürtelschlaufen sind auch hier ein Muss!
 Von vorne hat er einen einseitig verdeckten Reißverschluss
(kann man leider bei diesem Stoff so schlecht fotografieren). 
Mit der Thematik musste ich mich noch einmal näher befassen, 
weil ich erst einmal in meiner mittlerweile 16jährigen Nähkarriere einen solchen Reißverschluss genäht habe. 
Eingrifftaschen auch an diesem Rock, weil eine Mutter von vielen Kindern irgendwie grade in der Winterzeit immer Taschen für Rotzfahnen und Co benötigt.

Der Schnitt sitzt allerdings noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle, deswegen wird noch ein wenig dran rumgetüftelt und wenn er dann fertig getüftelt und perfekt ist, wird er mein Lieblingsrock. 
Denn schon seit vielen, vielen Jahren suche ich nach genau diesem Schnitt an dem ich nichts mehr ändern muss. Sei es an der Länge noch an der Gehweite noch an der Taschen- und Passenlösung, die ich schon lange in meinem Kopf habe.
Und dann wird es ihn in den Größen XS bis XXL geben.
Vielleicht mag eine von euch diesen Schnitt dann ja auch haben.
Aber gleich vorneweg sei gesagt, das der Rock allein wegen des Reißverschlusses nicht für blutige Anfänger geeignet ist.
Der Stoff für den nächsten Rock liegt hier schon und wartet.
Jetzt warte ich auf den Schnitt.
Eine spannende Zeit...

Habt ein schönes Adventwochenende!
Liebe Grüße
Sara